06.04.2026

Standpunkt aus der Praxis: KI entwirft nicht

Künstliche Intelligenz

Zu Besuch im Atelier Lüps in Schondorf am Ammersee. Mauritz Lüps, Architekt mit Atelier am Ammersee, beschäftigt sich in Praxis und Lehre intensiv damit, wie KI den Entwurfsprozess verändert – und wie man sie sinnvoll einsetzt. (Foto: Marcus Ebert)

KI erzeugt heute in Sekunden Bilder, Varianten und Szenarien. Wer das sieht, stellt schnell die falsche Frage: Wird der Entwerfende überflüssig? Nein. Im Gegenteil.

Was sich gerade verändert, ist nicht die Rolle der Architekt:innen – sondern der Maßstab, in dem sie arbeiten. KI produziert Möglichkeiten. Viele. Zu viele. Und genau hier beginnt die eigentliche Arbeit: auswählen, bewerten, verwerfen. Die Qualität liegt nicht im Output, sondern in der Entscheidung.
Nicht die KI entwirft – sie liefert Rohmaterial. Und wer damit arbeitet, merkt schnell: Ein Großteil ist unbrauchbar. Der Rest ist interessant. Und nur ein Bruchteil trägt wirklich. Daraus eine Idee zu entwickeln, Zusammenhänge zu erkennen und daraus einen Entwurf zu formen – das bleibt eine gestalterische Leistung.

KI erweitert den Entwurfsraum massiv. Aber sie nimmt niemandem die Verantwortung ab. Im Gegenteil: Sie macht sie sichtbarer.

Wer sich intensiver mit der Frage beschäftigen will, was das konkret für Praxis und Lehre bedeutet, findet hier den ausführlichen Beitrag – entstanden aus unserem Besuch im Atelier von Mauritz Lüps am Ammersee, wo wir einen direkten Einblick in seine Arbeit und seinen Umgang mit KI im Entwurfsprozess gewinnen konnten:

 
Mit einem Klick zum DAB-Beitrag:

Entwerfen heisst Verwerfen

 

 → weitere Informationen zum Umgang mit KI

 → Einstieg in KI-Wissen: eLearning der Bayerischen Architektenkammer

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