BIM:Puls: Digitale Werkzeuge und ihr Einfluss auf nachhaltige Entwurfsentscheidungen
Veranstaltungen BIM
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Foto: J.Müller
BIM:Puls - Digitalisierung und Nachhaltigkeit
Digitale Werkzeuge sind längst im Planungsalltag angekommen. Spannend wird es aber erst dann, wenn sie mehr tun, als nur Modelle zu erzeugen oder Daten zu verwalten – nämlich dann, wenn sie helfen, bessere Entscheidungen zu treffen. Genau hier setzt die Verbindung von Digitalisierung und Nachhaltigkeit an: Wenn Auswirkungen auf Umwelt und Gebäude-Lebenszyklus früh erkennbar werden, beeinflusst das Entwurfsentscheidungen.
Mit dem Format „BIM:Puls“ des BIM Cluster Bayern greift die Bayerische Architektenkammer diese Entwicklung auf. Im ersten Teil der Veranstaltungsreihe ging es im Haus der Architektur in München darum, was das konkret für die Planung bedeutet – aus Sicht von Beratung, Büropraxis, BIM-Management und Forschung.
Im Kern ging es um eine einfache, aber entscheidende Frage:
Wie können digitale Werkzeuge so eingesetzt werden, dass sie nachhaltige Entscheidungen wirklich unterstützen?
In den Beiträgen wurde schnell klar: Die Stärke digitaler Methoden liegt darin, Zusammenhänge sichtbar zu machen, die man sonst kaum greifen kann. Wenn CO₂-Werte, Materialmengen oder Varianten direkt im Entwurf vergleichbar werden, verändert das die Diskussion.
Digitale Werkzeuge entfalten ihren Nutzen jedoch nur dann, wenn sie durch Planende sinnvoll in den Prozess eingebunden werden. Es reicht nicht, ein Modell zu haben – entscheidend ist, welche Informationen darin stecken, wie sie genutzt werden und wer damit arbeitet. Erst dann entsteht der eigentliche Mehrwert.
Ein weiterer Schwerpunkt war die Verbindung zur Kreislaufwirtschaft. Wenn Gebäude so geplant werden sollen, dass Materialien später wiederverwendet werden können, muss man überhaupt wissen, was verbaut ist. Genau hier kommen digitale Methoden ins Spiel: Sie machen Bauteile, Materialien und ihre Eigenschaften erfassbar und damit planbar. Ohne diese Grundlage bleibt zirkuläres Bauen schnell Theorie.
Mit dem geplanten Leitfaden „BIM für Architekten: Digitalisierung und Nachhaltigkeit“ wurde zudem ein Ausblick auf die weitere Entwicklung gegeben. Ziel ist es, die vielen einzelnen Aspekte – von CO₂-Bewertung bis Datenstruktur – in eine Form zu bringen, die im Büroalltag tatsächlich anwendbar ist.
Was bleibt?
Digitale Werkzeuge verändern nicht nur, wie geplant wird – sondern vor allem, wann und auf welcher Grundlage Entscheidungen getroffen werden. Genau darin liegt ihr eigentlicher Wert.
Vorträge der Veranstaltung
Digital = Nachhaltig? Zum Einsatz digitaler Planungstools
Andrea Bitter, Architektin
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Planungspraxis: BIM & Digitale Nachhaltigkeitstools
Kai Otto, Architekt
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Mehrwerte für Nachhaltigkeitsnachweise durch den Einsatz von BIM
Michael Willimek, Architekt
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Zirkuläres Bauen trifft Digitalisierung - der Schlüssel für die Bauwende?
Andrea Heil, Bauingenieurin
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Leitfaden für Architekten: Digitalisierung und Nachhaltigkeit
Niklas Heese, Architekt
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